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Pre-media Designen für den Druck

Es ist wichtig, Ihre Dokumente korrekt vorzubereiten und zu designen, um zu gewährleisten, dass die endgültige PDF-Ausgabe korrekt und in bester Qualität erfolgt. Diese Seite beschreibt einige der wichtigsten Grundlagen für die Druckgestaltung.

Farbraum

Dateien, die im 4-Farb-Prozess gedruckt werden sollen, sollten mit der CMYK-Device geliefert werden, und dürfen nur Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz enthalten. Alle Objekte in RGB, kalibriertes RGB oder LAB müssen umgewandelt werden bevor sie in das Layout importiert werden.

Vollflächen

Kombinierte Farbwerte sollten zusammen nicht mehr als 300 Prozent Flächendeckung betragen. Dieser Maximalwert kann aber auch niedriger sein, je nachdem welches Papier im Druck verwendet wird. Dieser Wert gilt für Farbbilder - 300 Prozent in den dunkelsten Bereichen mit einem maximalen Schwarz von 80 Prozent.

Bildspezifikationen

Auflösung und Größe

Farb- und Graustufen-Halbton-Bilder sollten mit 300 dpi bei einer Druckgröße, die ihrer endgültigen Größe auf der Seite entspricht, gespeichert werden. Bitmap-Bilder (Strich) sollten bei mindestens 1200 dpi und vorzugsweise 2400dpi gespeichert werden. Niedrigere Auflösungen oder kleinere Bilder als die endgültige Größe auf der Seite führen zu einem Qualitätsverlust.

Format und Komprimierung

Idealerweise sollten Bilder als TIFF gespeichert werden, allerdings kann die JPEG-Kompression verwendet werden, um die Dateigröße zu verringern. Ich empfehle, keine RAW-Dateien von Digitalkameras oder PhotoShop.psd-Dateien zu verwenden, da bei unsachgemäßen Umgang das Ergebnis sehr ungewiss sein kann.
JPEG-Kompression ist eine "verlustbehaftete" Komprimierung bei der Informationen gelöscht werden um die Dateigröße zu verringern. Wenn die Datei entpackt wird, werden Algorithmen verwendet um die verworfenen Daten zu ersetzen. LZW-Komprimierung im TIFF ist ein verlustfreies Verfahren, in dem es Code-Wiederholungen mit einem Tag ersetzt, welches beim Entpacken wiederum vom ursprünglichen Code ersetzt wird.

Vektorgrafiken

Dateien die aus Vektor-basierter Software wie Adobe Illustrator stammen, sollten nur eingebettete oder Outline Schriften enthalten. Sie sollten im CMYK-Farbraum gespeichert werden und alle Transparenzen müssen reduziert werden.

Grafiken plazieren

Wenn Sie Bilder in Ihrem Layout randabfallend plazieren, sorgen Sie für einen "Sicherheitsabstand" zwischen dem Bildrand und dem Seitenrand.

Das heißt einmal, das Bild sollte an den randabfallenden Seiten noch Bereiche enthalten, die über den Seitenrand hinausgehen und später nach dem Beschnitt nicht sichtbar sind. Anderenfalls könnten auch bei minimalen Abweichungen im Beschnitt unschöne weiße "Blitzer" entstehen. Zum Anderen sollten wichtige Objekte im Bild einen gewissen Abstand zum Seitenrand haben, damit diese auch bei Beschnittabweichungen vollständig abgebildet werden.

Fonts

Erstellen Sie keinen Text in fett oder kursiv mit den extra Feldern in ihrem Layoutprogramm. Wählen Sie immer die jeweilige Stilversion der Schriftart aus der Schriftart-Liste. Wenn dies nicht möglich ist, denken Sie daran, dass nicht alle Schriftarten fett- und kursivversionen besitzen. Ihr Bildschirm kann dies nicht erkennen und zeigt sie, unabhängig davon ob kursiv oder fett Printfonts vorhanden sind, an (bekannte Beispiele sind Symbol-Schriftarten wie Zapf Dingbats oder Symbol für die gibt es keine kursiv oder fett Printer-Fonts). Ohne dazugehörigen Printer-Font, erfolgt die Ausgabe der Schrift nicht korrekt, als Standard-Schriftart oder überhaupt nicht. Vertrauen Sie nicht Ihrem Bildschirm - überprüfen Sie immer, ob Printer-Fonts zur Verfügung stehen.
Outline und Schatten im Text mit Hilfe der Style-Menüs erstellt, sollten vermieden werden. Die meisten Desktop-Drucker werden das Druckergebnis nicht korrekt anzeigen, und Sie erhalten möglicherweise unerwartete oder unerwünschte Ergebnisse.

Feine Schriften

Dünne Linien, das heißt, mittlere und kleine Schriftgrößen sollten nur in einer einzigen Farbe wiedergegeben werden.
Verwenden Sie keine "Haarlinien" in Ihrer DTP-Applikation. Desktop-Drucker und ähnliche Geräte geben keine genaue Darstellung der Haarlinien auf Ihren Proofs wieder.
Linien sollten mindestens 0.25pt stark sein und nur aus einer einzigen soliden Farbe bestehen.

Negativtext

Negativtext sollte aus möglichst wenigen Farben bestehen. Schriften oder Objekte, die kleiner als 10pt in der Größe sind, sollten idealerweise nur aus einer Farbe bestehen. Kleine Negativ-Buchstaben, die aus mehreren Farben bestehen - vor allem Schriften mit feinen Serifen - werden schon bei geringsten Passerschwankungen weiße Blitzer zeigen. Vergewissern Sie sich, dass ein Negativ-Schriftzug aufgrund des Hintergrunds nicht unlesbar wird.

Farbe und Hintergrund

Wenn Sie einen großen schwarzen Hintergrund haben, empfehle ich Ihnen das Schwarz aus 100% Schwarz und 60% Cyan zu erstellen, um eine bessere Farbdichte zu gewährleisten. Dies ergibt ein brillianteres schwarz was auch oft als "Tiefschwarz" bezeichnet wird.
Wird ein gewöhnlicher farbiger Hintergrund gewählt, oder ein Balken, der über mehrere Seiten  oder Abschnitte einer Zeitschrift verwendet wird, können natürliche geringfügige Abweichungen festgestellt werden, die während des Drucks auf einer oder mehreren Maschinen entstehen können. Dieser Effekt kann reduziert werden, indem die Fläche aus so wenigen Prozessfarben wie möglich erstellt wird. Prüfen Sie sorgfältig ob Sie dafür nicht nur eine oder zwei Prozessfarben verwenden können, um den gewünschten Farbton zu erreichen. Eine solche Farbzusammenstellung wird eine wesentlich konstantere Wiedergabe ermöglichen als das gleiche Objekt unter Verwendung der vier Prozessfarben. Dennoch gibt es auch in Kombinationen aus nur zwei Farben Farbverschiebungen - vor allem, wenn beide Farbwerte Mitteltöne sind. Zwei-Farb-Kombinationen, in denen eine Farbe wesentlich höher als die andere ist, erzielen einen stabileren, Lauf und daher ein ausgeglichenes Ergebnis.
Um eine genaue Reproduktion auf der Druckmaschine zu gewährleisten ist es ratsam, ein Farbmuster oder einen Kontraktproof zu liefern.

Schwarz überdrucken

Elemente, die 100% Schwarz enthalten werden automatisch andere Elemente überdrucken.   Das verhindert Aussparungen für den Text in den Farbflächen. Daher ist es wichtig, dass größere Seitenelemente aus 100% Schwarz, wie Kisten oder sehr großer Text, keine Farbabweichungen beinhalten. Dies wird sonst auf der gedruckten Seite sichtbar. Alternativ kann ein brillianters Schwarz verwendet werden, um eine tiefere, gleichmäßigere Farbfläche zu erhalten.

Trim und Bleed

Alle Inhalte, die bis an den Rand der Seite reichen, müssen einen Mindestabstand von 3 mm über die Seite hinaus haben. Diesen Mindestabstand bezeichnet man als bleed/ Beschnitt. Wenn der Beschnitt nicht angewandt wird, besteht die Gefahr eines unschönen weißen Bereichs an der Anschnittkante.
Elemente ohne Beschnitt, sollten einen Mindestabstand von 5 mm vom Rand der Seite haben. Wenn dieser Abstand kleiner ist, besteht das Risiko, dass das Element bei der Weiterverarbeitung angeschnitten wird. Versuchen Sie also nie Text genau an den Rand zu setzen, sie werden mit dem Ergebnis nie zufrieden sein.
Bei Klebebindung sollten Sie beachten, dass ein Stück der Seite wo sich der Buchrücken befindet, bei der Vorbereitung zur Klebung verloren geht.
Für Fadenheftung sollten sie beachten, dass die inneren Seiten beim Binden nach dem 3-Schneiden seitlich etwas kürzer werden als die äußeren Seiten, so dass alle Seiten gemeinsam abschließen. Daher kann es sinnvoll sein, für die inneren Paginierungen einen größeren Abstand der Elemnte zum Seitenrand zu berechnen. Für weitere Informationen und Hilfestellungen, lassen Sie sich von Ihrem Produktion Controller bei Headley Brothers beraten.

 

Centers sections pushed out

Besonderes Augenmerk muss auf die Titelseiten von Zeitschriften mit Klebebindung gelegt werden. Die Abdeckung ist an dem Rücken entlang angeklebt und mit der ersten und letzten Seite des Inhalts verbunden und kann zusätzlich eine Fläche von etwa 6 mm für das "Scharnier" benötigen. Für weitere Hilfe, schauen Sie sich dazu die Download-Seite für die PDF "DPS for Covers Template" an.

Hinge

Seitenübergreifende Elemente


Genaues Ausrichten der Elemente, die über eine Doppelseite hinausgehen, kann nicht garantiert werden. Folgende Elemente können unvorteilhaft abgebildet werden, wenn sie über eine Doppelseite hinausgehen: Balken, farbige Kanten (vor allem Diagonale); Text und Strich. Wenn es notwendig ist, dass eine Textzeile über eine Doppelseite verläuft, stellen Sie sicher, dass der Bund zwischen den Wörtern verläuft.

Noch wichtiger ist es bei Klebebindungen, die nicht flach geöffnet werden können. Es entsteht immer ein gewisser Bereich am Bund der Seite der durch die Bindung nicht mehr sichtbar wird. Um zu vermeiden, dass Text dadurch unlesbar wird, sollten sie hier keinen Text über die Doppelseite laufen lassen. Für mehr Informationen fragen Sie Ihren Production Controller bei Headley Brothers.

Farbabrieb

Druckfarbe kann während des Druckprozess oder während der Weiterverarbeitung abgerieben werden. Matte und Satin Papiere sind besonders anfällig für Farbabrieb.

Schon in der Designplanung sollte darauf Rücksicht genommen werden. Wenn immer möglich, ist es zu vermeiden, dass sich Seiten mit hoher Farbdeckung gegenüber weißen, unbedruckten Seiten befinden.
Vermeiden Sie Designs, bei denen Vorderseite stark eingefärbt und die Rückseite große farblose Bereiche, oder umgekehrt, besitzt.
Wenn dies nicht möglich ist, sollten Sie Vorder- und Rückseite mit einem Lack versiegeln lassen, was den Abrieb verringern kann.

Papierdehnung

Das Papier tendiert dazu, sich zu dehen, sobald es Feuchtigkeit aufnimmt und zu schrumpfen, wenn es Feuchtigkeit verliert. Im Heatset-Offset-Prozess wird Wärme dem Papier zugeführt, um die Lösemittel schnell verdunsten zu lassen und somit die Farbe so schnell wie möglich zu trocknen. Nach dem Erhitzen wird das Papier abgekühlt und eine Schicht aus Silikon-Emulsion als Schutzschicht aufgebracht. Die Erhitzung des Papiers entfernt einen gewissen Prozentsatz an Feuchtigkeit, die im Druckprozess nicht wieder ersetzt werden kann. Deshalb ist die Bahnbreite um ungefähr einem mm reduziert wenn das Papier die Druckmaschine verlässt.
Im Bogenoffsetdruck geschieht das Gegenteil. Das Papier nimmt Wasser während des Druckprozesses auf und vergößert sich.

Wenn das Cover im Bogenoffset und der Inhalt im Rollenoffset gedruckt wurde, werden beide Teile hinterher zusammen bündig abgeschnitten. Aufgrund der Luftfeuchtigkeit können nach dem Beschneiden die Cover dann Feuchtigkeit an die Luft abgeben und der Inhalt nimmt im Gegenzug Feuchtigkeit auf. Daher kann das Cover leicht schrumpfen und die Seiten des Inhalts wachsen, wodurch der Seitenbeschnitt nicht mehr bündig ist. Da es geläufig ist, das Papier so zu verarbeiten, dass die Faserlaufrichtung parallel zum Bund steht, wirkt sich der Wachstums- und Schrumpf-Effekt am stärksten auf den seitlichen Rand aus.

Dieser Effekt ist in der Druckindustrie sehr häufig. Es ist möglich, die Auswirkungen dieses Effekts durch eine sorgfältige Gestaltung des Covers und der ersten Seite des Inhalts zu minimieren. Sprechen Sie mit Ihrem Produktions Controller bei Headley Brothers um weitere Informationen dazu zu erhalten.

Arbeiten mit Transparenzen InDesign Abschnitte